"Patria o muerte”

„Patria o Muerte“ – „Vaterland oder Tod“ steht hier überall. Auf den Münzen, Plakaten und Hauswänden.

Die Bedeutung scheint uns doppeldeutig. Wir dachten zuerst an die negative Deutung: „Entweder du kommst hier klar oder du stirbst.“ Und manchmal scheint das wirklich so. In den Geschäften gibt es eigentlich alles zu kaufen. Zum Beispiel gibt es hier erstaunlich viele Elektroroller und wir haben sogar einen kubanischen Jungen auf einem Hoverboard gesehen. Die Frage ist nur, gibt es das grade jetzt (und kann man es sich leisten). Gestern gab es Bier nur gefroren, Fanta gar nicht. Früchte sind gerade auch ein Problem. Der Hurrikane hat hier zwar keine Sturmschäden hinterlassen. Aber es hat derart viel geregnet, dass alles vergammelt ist. Neue Ernten gibt es jetzt erst langsam wieder.

Einen Zug gibt es nicht. Daher hab man einen alten Bus auf die Schienen gesetzt, Busse gibt es, aber eigentlich fährt man mit dem Pferdewagen. Dafür gibt es reichlich Fisch und Schwein. Und so muss man sich mit dem Leben hier eben arrangieren.

Wir spüren aber besonders hier in Trinidad auch die positive Deutung des Spruches: „Lieber tot als woanders“. Es gibt ein paar Wahlkubaner und Kuba gibt sich sehr viel Mühe um Sicherheit und Gesundheit zu garantieren. Schulbildung ist gratis, die Kriminalität ist extrem gering (wir fühlten uns zu keinem Zeitpunkt unsicher), das Leitungswasser schmeckt zwar nach Chlor, ist aber im Gegenteil zu z.B. Ägypten auch für Europäer problemlos trinkbar. Das sind große Vorteile zum Rest der karibischen Staaten. Wir beginnen zu entdecken was es bedeutet: „Patria o Muerte“.

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