Handgepäck: Pro und Contra

Dass wir eigentlich immer mit Handgepäck reisen ist eine Mischung aus Sport und Bequemlichkeit. Es gibt einiges was dafür spricht und manches dagegen. Hier eine kleine Übersicht.

Du willst wissen, was wir alles mitnehmen? Das erfährst du hier.

 

 

Wie alles begann – eine emotionale Reise

Angefangen hat alles vor vielen Jahren, als wir unseren ersten Pauschalurlaub in die Türkei gemacht haben. Es war eine unserer ersten Flugreisen überhaupt. Auch wenn nur sehr selten Gepäckstücke verloren gehen oder beschädigt werden, hatten wir Angst. Würden unsere Koffer nur in Einzelteilen auf dem Laufband erscheinen? Würden sie überhaupt erscheinen? Mittlerweile können wir sagen, dass uns noch nie ein Koffer verlorengegangen oder beschädigt worden ist. Aber wird wurden schon oft Zeugen solcher Tragödien. Und einmal ist es passiert, dass ein Koffer von uns auf einem Langstreckenflug einen Tag früher angekommen ist, als wir. Der war dann am Zielflughafen zwischengelagert. Aber wir haben einen ganz schönen Schrecken gekriegt, als wir feststellen mussten, dass unser Koffer nicht da ist und wir uns auf die Suche machen mussten.

Pro: Es ist einfach unglaublich beruhigend zu wissen, dass man alle Sachen bei sich hat. Man muss keine Angst vor Verlust oder Beschädigung haben.

Außerdem stecken in uns kleine Minimalisten. Es ist eine Art Sport geworden tatsächlich nur mit Handgepäck auszukommen, egal wohin es geht. Das fordert je nach Ziel und Zweck der Reise immer wieder unsere Kreativität. Und es macht Spaß!

Pro: Es ist einfach lässig!

 

 

Pro – alles was dafür spricht

Aber jetzt zu den sachlichen Argumenten für das Reisen nur mit Handgepäck:

  • Man ist schneller raus aus dem Flughafen
    Während alle anderen am Fließband warten, kann man selbst schon einmal durchmarschieren. Man kann sich als erstes zum Bus, Mietwagenverleih oder zum Strand begeben.
  • Man schleppt weniger unnötiges Zeug
    Kofferträger gibt es überall. Aber oft genug muss man seinen Koffer selbst schleppen und fragt sich: “Was hab ich da drin? Steine?” Tatsächlich befinden sich in unseren Koffern meist weit weniger sinnvolle Sachen als Steine. Den meisten Krempel packen wir für den Fall, dass… Eigentlich fahren wir ja in den Sommerurlaub, aber es könnte ja schneien. Und so landet Zeug in unserem Koffer, das wir unbenutzt zuhause wieder auspacken. Wenn wir ehrlich sind, benutzen wir das meiste Zeug sowieso nicht. Und wenn doch etwas wichtiges vergessen haben, dann ist das ein Grund zum Shoppen. Und das machen wir doch sowieso im Urlaub, nicht wahr?
  • Man vergisst weniger
    Das klingt erst einmal widersprüchlich. Gerade wenn man weniger einpackt, müsste doch die Gefahr bestehen, dass man etwas vergisst, oder? Wir haben festgestellt, dass man gerade dann weniger vergisst. Man muss schlichtweg nicht mehr an so viele Sachen denken. Besonders wenn man im Urlaub die Unterkunft häufig wechselt, ist es bequem einfach alles schnell beisammen zu haben.
  • Es ist billiger
    Wenn man nicht pauschal reist, sondern individual so wie wir, dann macht sich ein fehlendes Gepäckstück manchmal schon am Flugpreis bemerkbar. Aber nicht nur da. Man spart auch vor Ort. Wer mit leichtem Gepäck reist, braucht auch vor Ort weniger. Man kann gelassener an dem ganzen Souvenirkrimskrams vorbei gehen. Es würde ja sowieso nicht ins Gepäck passen. Stattdessen hält man nach dem ganz besonderen Stück Ausschau. Und unsere Erfahrung sagt: Dafür findet sich immer Platz!
  • Man braucht weniger Platz
    Induvidualreisen mit dem Bus oder einem kleinen Mietwagen? Kein Problem! Machen sie das mal mit zwei großen Koffern!
  • Es gibt weniger Ablenkungen vom Urlaub
    Wer viel Zeug mitnimmt, nimmt auch viele Sorgen mit. Da ist das Buch, das ich immer mal lesen wollte. Wo hab ich jetzt schon wieder die Tube gelassen? Ist mein Portemonnaie hier irgendwo? Die Sachen, die wir mitnehmen, erinnern uns an Zuhause. Das mag schön sein und nichts spricht gegen ein gutes Buch. Aber es besteht die Gefahr, dass man sich nicht ganz auf dem Urlaub einlässt und mit den Gedanken immer woanders ist. Diese Gefahr ist dann besonders groß, wenn man technische Geräte mitnimmt. Egal wie praktisch sie sind, sie beanspruchen Zeit, die am Ende für den Urlaub fehlt. Wir sprechen uns hier nicht gegen Technik aus. Aber Handgepäck zwingt einen wirklich nur das mitzunehmen, was man wirklich braucht.
  • Handgepäck bedeutet mehr Platz als man eigentlich denkt
    Wenn wir unsere Packliste durch sind, ist in der Regel noch Platz. Platz war eigentlich nie unser Problem.

 

 

Contra – alles was dagegen spricht

Natürlich gibt es auch ein paar Einschränkungen, die man hinnehmen muss. Damit meinen wir aber nicht die Gepäckstücke, die man zuhause lässt. Der Schuh drückt ganz woanders:

  • Im Flugzeug ist nicht alles erlaubt
    Nagelfeilen, Nagelscheren und Nassrasierer sind im Handgepäck eines Flugzeuges nicht erlaubt. Nagelfeilen gibt es auch flugtauglich als Schaumstoffvariante, die auch sehr gut sind. Damit kann man sich auch die Nägel kürzen, auch wenn es etwas länger dauert. Aber ein wirkliches Problem sind die Nassrasierer. Eine Woche hält man aus. Bei vier Wochen lohnt sich auch der Kauf von Einmalrasierern vor Ort. Aber bei zwei Wochen ist es (für ihn) auf der einen Seite unangenehm unrasiert zu sein, auf der anderen Seite braucht auch er die großen Packungen Einmalrasierer niemals auf.
  • Der Securitycheck kann auch mal länger dauern
    Wer sein Handgepäck nach allen Regeln packt, hat eigentlich nichts zu befürchten. Aber es gibt Securitypersonal, das sich da etwas mehr Zeit nimmt. Das kann länger dauern.
  • Es kann eine Herausforderung sein
    Platz war eigentlich nie unser Problem. Das Packmaß von Handgepäck ist sehr großzügig bemessen. Der Knackpunkt ist das Gewicht. Die meisten internationalen Airlines lassen Handgepäck von 10 oder sogar 20 kg zu. Das ist mehr als genug! Aber innereuropäische Billigfluglinien drücken das Gewicht auch schon mal auf 6 kg. Das ist eine arge Herausforderung! Das haben wir einmal gemacht und dabei bleibt es.

 

 

Ausnahmen: Wann wir einen Koffer mitnehmen

Wir reisen mit Handgepäck! Das bleibt unser Motto. Selbst wenn wir nicht mit dem Flugzeug unterwegs sind, begleitet uns in der Regel nur unser Rucksack. Aber es gibt Reisezwecke, bei denen wir uns einen Koffer gönnen. Bei alledem hilft es aber auch ansonsten nur mit Handgepäck zu reisen. Denn es schafft Platz für das hier:

  • Reisen mit Campingaufenthalten
    Schlafsäcke… Muss ich mehr sagen? Zelte, Isomatten usw. beim Camping gibt es sehr kleine und leichte Modelle von allem, was man so braucht. Aber in der Summe übersteigt es in der Regel die Maße von Handgepäck
  • Mitbringsel für Besuche
    Wenn wir Menschen am Reiseziel kennen, bringen wir ihnen gern etwas mit. Für diese Geschenke oder Besorgungen machen wir nicht unser Handgepäck frei, sondern richten einen eigenen Koffer ein.
  • Alles was verboten ist
    Rasierer, Lebensmittel usw. schlicht alles, was wir nicht im Handgepäck transportieren dürfen, kommt in einen eigenen Koffer. Aber nur dann, wenn wir genug mitnehmen müssen, damit sich ein eigener Koffer auch lohnt. Sonst kaufen wir lieber vor Ort.
  • Sperrgut
    Ein Surfbrett passt nicht ins Handgepäck und das Fahrrad auch nicht.